Expertenkommentar: Trend-Frisuren & Face-Framing – was wirklich zu jeder Gesichtsform passt
Als Fachspezialist sehe ich täglich, wie stark Trends wie Face-Framing oder Curtain Bangs die Wünsche der Kundinnen beeinflussen. Doch nicht jeder Trend passt automatisch zu jeder Gesichtsform. Professionelle Beratung ist daher entscheidend, um Harmonie, Proportionen und Persönlichkeit optimal zu betonen.
Face-Framing – nicht immer die beste Wahl
Face-Framing kann das Gesicht wunderschön einrahmen, wirkt aber je nach Gesichtsform komplett unterschiedlich.
Rundes Gesicht:
Hier rate ich vom klassischen, stark abgestuften Face-Framing eher ab. Die weichen Rundungen werden dadurch oft zusätzlich betont, sodass das Gesicht noch voller wirkt. Bei runden Gesichtern funktionieren lange, sanft fallende Partien viel besser, weil sie optisch strecken und dem Gesicht mehr Kontur geben.Schmale oder längliche Gesichtsformen:
Hier kann Face-Framing sehr vorteilhaft sein. Die seitlichen Stufen schaffen mehr Breite und Balance, sodass die Proportionen harmonischer wirken. Besonders soft layers oder S-förmig geföhnte Vorderpartien verleihen Struktur und Fülle.
Volumen richtig setzen – ein unterschätzter Gamechanger
Wohin wir das Volumen setzen, entscheidet über die Gesamtwirkung des Gesichts.
Volumen oben: streckt und verlängert das Gesicht – ideal für runde Gesichter.
Volumen an den Seiten: verbreitert optisch – perfekt für schmale Gesichter.
Volumen am Hinterkopf: schafft ein ausgeglichenes Profil und wirkt besonders elegant bei kürzeren Cuts.
Pony-Varianten – welche Gesichtsform profitiert wovon?
Rund: ein leicht schräger, seitlicher Pony öffnet das Gesicht und wirkt sehr schmeichelhaft.
Eckig: Softe Curtain Bangs runden die Konturen ab und weichen harte Linien auf.
Lang & schmal: ein gerader, etwas längerer Pony kann optisch verkürzen und ausgleichen.
Oval: gilt als „Allround“-Form – hier sind nahezu alle Ponyarten möglich.
Struktur & Textur – immer wichtiger
Moderne Frisuren spielen mit Bewegung.
Soft Layers für sanfte Übergänge.
Unsichtbare Stufen (Invisible Layers) für feines Haar, um Fülle zu erzeugen.
Texturierte Spitzen verhindern, dass das Haar zu schwer wirkt.
Mein Fazit als Fachspezialist:
Trendfrisuren sind inspirierend, aber nicht standardisierbar. Jede Gesichtsform und jede Haarstruktur braucht eine maßgeschneiderte Anpassung. Ein Trend ist nur dann ein guter Trend, wenn er die natürliche Form unterstützt und nicht dagegen arbeitet.
Professionelle Beratung heißt: Stärken hervorheben, Proportionen ausgleichen, Individualität betonen. Erst dann wird eine Frisur wirklich zu einem persönlichen Markenzeichen.